Erneuerbare Energien steigern Stromerzeugung um 10% im 1. Halbjahr 2017

Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten 6 Monaten des Jahres 10% mehr saubere Energie erzeugt. Steinkohle und Kernenergie haben Anteile verloren. Gas und Braunkohle legten zu. Der Ökostrom-Anteil am deutschen Strommix liegt aktuell bei durchschnittlich 37,8%. Das meldet der Branchendienst strom-report.

Die Erneuerbaren Energien produzierten im ersten Halbjahr 2017 rund 104,5 Terawattstunden [TWh] Strom und konnten damit ihre Erträge um 10,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum [94,8] steigern. Dabei wurden einige Leistungsrekorde aufgestellt. Am 30. April lieferten Erneuerbare Energien im Mittel fast 65% des Stroms in Deutschland. In der Spitze [13-15 Uhr] stieg der Erneuerbaren-Anteil sogar auf 85%. Dafür waren so wenig Kohlekraftwerke am Netz wie noch nie. Braun- und Steinkohle arbeiteten nur noch mit einer Leistung von 8 Gigawatt, was 16% ihrer Maximalleistung [50 GW] entspricht.

Photovoltaik-Einspeisung steigt um 10,1%

Photovoltaik-Anlagen produzierten bis Ende Juni 21 TWh und verbesserten damit ihr Ergebnis zum Vorjahreszeitraum um 10,1%. Am 27. Mai kamen deutsche Solaranlagen um 13 Uhr auf eine Einspeiseleistung von 30,7 Gigawatt, womit ebenfalls eine neue Rekordmarke aufgestellt wurde. Die Photovoltaik deckte damit 42% des Strombedarfs. Im Mai 2017 war die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen mit 5,57 TWh auf dem Niveau der Kernenergie [5,65 TWh].

Auch Solarparks der 7×7 Bürgerenergie I. legten kräftig zu

Der Aufwärtstrend in der Photovoltaik spiegelte sich auch in den Erträgen der Solarparks der 7×7 Bürgerenergie I. GmbH & Co. KG wieder: Der größte der vier Solarparks, die Anlage in Lauterbach-Wallenrod, erzielte alleine im Juni eine Sonnenernte von über 919 Megawattstunden. Damit übertraf er nicht nur den Wert des Vorjahresmonats von 782 MWh, sondern sogar den sonnenreichen Juli 2016 mit seinen 900 MWh.