Erneuerbare 2030 in allen G20-Staaten billigste Stromquelle

Im Jahr 2030 werden Erneuerbare Energien die billigste Form der Stromerzeugung in den G20-Staaten sein. Das zeigt eine neue Studie, in der die Kosten der Stromerzeugung in allen G20-Ländern zwischen 2015 und 2030 berechnet wurden.

Blick auf eine Solaranlage auf dem Dach einer Mehrzweckhalle im hessischen Rittershausen. (Foto: 7x7energie GmbH)

Die Studie wurde von der finnischen Lappeenranta Universität im Auftrag von Greenpeace Deutschland durchgeführt. In der Zusammenfassung der Studie heißt es, die Erneuerbaren Energien stellten „nicht nur eine wirtschaftliche Alternative zu klimaschädlichen, konventionellen Kraftwerken dar“, sondern seien „auch der bevorzugte Weg, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.“

Über die Studie berichtet auch das Informationsportal euractiv.de und zitiert Tobias Austrup, Energieexperte von Greenpeace Deutschland: „Klimaschutz macht in den G20 immer mehr wirtschaftlichen Sinn, weil die erneuerbaren Energien billiger werden, als dreckiger Kohle- oder Atomstrom.“ So verschwende jedes G20-Land, das weiter in Kohle und Atomkraft investiert, sein Geld für „Technologien, die schon in wenigen Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig sein werden.“

Noch sehr viel Handlungsbedarf in der Politik

Ökonomisch ist die Sache laut Studie klar: Erneuerbare Energien seien bereits heute in knapp der Hälfte der G20-Staaten die günstigste Art der Stromerzeugung, spätestens im Jahr 2030 aber in allen: „Der kontinuierliche Preisverfall für Solarpanele und Windräder macht deutlich, dass diese Entwicklung schon weit vor dem hier untersuchten Stichtag erreicht sein wird.“ Auf politischer Ebene sieht die Studie aber noch großen Handlungsbedarf. Im Vorwort heißt es mit Blick auf die politischen Entscheider: „Die G20-Staaten stehen für mehr als 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. (…) Staats- und Regierungschefs, die weiter mit Kohle und Atom planen statt die Erneuerbaren Energien weiter auszubauen, schaden nicht nur dem Klima, sie richten auch volkswirtschaftliche Schäden an.“

Solarenergie 2030 in vielen G20-Nationen sogar billiger als Windkraft

Doch die bisherige Entwicklung gebe viel Anlass zur Hoffnung, wie Sam Morgan* in seinem Artikel zur Studie auf euractiv.de erläutert: „In großen Teilen Europas, in Südamerika, den USA und Australien sei die Windkraft bereits im Jahr 2015 die billigste Energiequelle gewesen. Darüber hinaus werde dank des technischen Fortschritts Solarenergie im Jahr 2030 in vielen G20-Nationen sogar billiger als Windkraft sein.“

 

Link zum Artikel auf euractiv.de *Von: Sam Morgan | translated by Tim Steins

Link zur Studie „Vergleich Stromgestehungskosten in den G20-Ländern“ (5.7.2017)